Montag, 28. November 2016

Der Drachenlord

Durch einen Tweet von HOOLI ‏@HooliNerd bin ich gestern bei einer Doku auf Youtube zum Thema Drachenlord gelandet. Hier die Doku.



An sich kenne ich den Drachenlord nicht bzw. folge ihm ohne Absicht. Er taucht halt ab und an bei YouNow auf, wenn andere User ihren Stream beenden. Denn YouNow wechselt dann automatisch zum nächsten Stream.

Meistens sitzt er rum. Raucht mal ne Kippe. Antwortet ab und an auf komische Fragen, welche ihm die User im Chat stellen. Und dazu hört er halt Musik. Manchmal singt er auch mit. Des Weiteren kenne ich ihn insofern von Twitter, wenn andere -denen ich folge- ihn in Tweets erwähnen. Laut Doku scheint es aber in seinem Heimatstädtchen so richtig abzugehen. Cybermobbing und Stalking vor Ort par excellence.

Dass er nun nicht zu den kognitiv stärksten Leuten auf dem Planeten zählt, merkt man ziemlich schnell, wenn man ihm mal eine Weile zuhört. Das Andere nun auf richtig fiese Weise ihren Alltagsfrust da ablassen oder es toll finden, ihn fertig zu machen. Deren Ding.

Das man auch mit negativer Berühmtheit Leute anziehen kann, ist ja schon seit den 90ern bekannt. Damals war es Benetton, die mit ihren Anzeigen für herbe Kritik gesorgt haben (ölverschmierte Enten, Kleidung mit Einschusslöchern und Blutflecken) und dadurch richtig bekannt wurden.


In ganz grober Abwandlung fährt Drachenlord (bewusst oder nicht) auf gleicher Schiene (bei Tanzverbot ist es ja auch so ähnlich). Aber schon interessant zu sehen, zu welchen Ergebnissen das „Sich darstellen“ im Social Media so führt.

1 Kommentar:

  1. Was benetton damals gemacht hat fand ich klasse....LG Romy

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