Donnerstag, 5. März 2015

Dosenwerfen


Wenn ich manch Ausgabe der Süddeutschen Zeitung nicht schaffe, wird diese zur Seite gelegt und in einer ruhigen Minute mal durchgeblättert. Heute war es eine aus dem Monat Februar 2015. Ein Gastkommentar erzählte von der Einführung des Dosenpfands. Und das trotz der 25 Cent, die Quote für Einwegflaschen weiterhin steigt. Zum einen ist es für die Firmen betriebswirtschaftlich günstiger, das zerquetschte Plastik neu zu verwerten, als die Mehrwegflaschen durch die Gegend zu gurken.

Zum anderen ist es den Kunden egal, ob umweltschädlich oder nicht. Schließlich zahlt man auf beide Pfand, daher egal ob 7 – 15 Cent pro Flasche (beim Mehrweg) oder 25 Cent (beim Einweg). Man bekommt es ja am Automaten wieder und außerdem sind die Plastikflaschen nicht so schwer zu schleppen wie der Kram aus Glass.

Entwickelt wurde das Ganze übrigens noch unter der Kohl Regierung. Mutti Merkel hat sogar daran mit rumgewerkelt. Festgelegt wurde damals, dass -wenn die Quote des Einweg steigt- ein sog. „Dosenpfand“ einzuführen ist. Ausbaden musste dass dann der Öko Trittin bzw. die Rot – Grüne – Regierung.

Ach und was war das für ein Chaos damals. Gilt das Dosenpfand nur für Mineralwasserflaschen oder auch für Saftflaschen und Atomfässer? Muss die Dose noch OVP sein oder gibt’s die Kohle auch für zerquetschte?

Jedenfalls entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass die Maßnahme -welche die Einwegflaschen und Dosen zurückdrängen sollte- aktuell das Gegenteil bewirkt. Der Verfasser vom Artikel findet übrigens, dass man pauschal 25 Cent auf diese Verpackungen hätte draufschlagen sollen, ohne dass man es zurück erhält. Das hätte eventuell wirklich dafür gesorgt, dass die Mehrwegquote steigt.

Ach so, dann gab es im Wochenendteil noch einen Pizza – Salami – Test. Gewonnen hat die Tradizionale von Oetker.

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